How cultural projects can help to create an alternative life-world
Any kind of civic engagement – be it in democratic or non-democratic countries – primarily deals with questions and problems of political culture. Politics, and the role authorities play in it, dominates the picture in authoritarian systems, of course; nevertheless activists should never forget that it is (usually) society which develops a certain type of government. (weiterlesen…)
The Irish referendum has thrown European Integration into yet another crisis. Is it a new one? I do not think so. The long lasting process of giving the European Union a constitutional basis has been flawed by a misconceptualized and obsolete idea of implemenation. Yet the current situation opens up a chance for citizens to appropriate our European reality by democratic means. Please do not let it slip away easily: see the resolution by Citizens of Europe.
What is the “surplus” of the European Union for its citizens? How to make social and personal use of the incredible diversity that is to be found in Europe? What role shall politics play on the supranational level? Is it really a catastrophe to enter an era and area of post-political Europe? If you are interested in this train of thought, see my recent article on point-e.
Kunst und Politik? „Ein weites Feld!“, ist der in der deutschen Literatur bewanderte Kommentator schnell geneigt festzustellen. Die beiden gehören nicht zueinander, stoßen dennoch immer wieder zusammen, benutzen oder behindern sich mitunter sogar. Also bleibt jeder lieber schön für sich, so wie es schon die Altvordern forderten, ganz besonders in Deutschland. Und doch bedienen sie sich zweier grundlegender menschlicher Eigenschaften: Kunstfertigkeit und Kreativität. Auf die gleiche Weise, wie jahrtausendelang über die Kunst des Liebens oder der Kriegsführung nachgedacht und geschrieben wurde, ist das Lebenswerk großer Politiker, gerade in seiner Widersprüchlichkeit, ohne eine gehörige Portion Mut zur Kreativität und Unkonventionalität nicht zu erklären. Wenn diese Annahme einer inneren Verbundenheit nicht gänzlich abwegig ist, kann die Spurensuche in den gesellschaftlichen Räumen ihres Zusammentreffens Interessantes zutage fördern.
Reisebericht Teil I finden Sie hier (English version).
Reisebericht Teil II in Liberal Heft 49 (2007), Heft 4, 67-70.
Bericht aus Budapest / English Version.
Bericht aus Krakau.
Bericht aus Bukarest / English Version.

Links: Vergangenes Europa? Mahnmal für die Opfer der sowjetischen Okkupation in Vilnius.
Rechts: Das zukünftige Europa! Zu Gast in einer Budapester Englischklasse.
Überlegungen zu Christine Landfried: Unsouverän. Die EU fürchtet die Stimmen ihrer Bürger, in: DIE ZEIT Nr. 32 vom 02.08.2007, S. 8, im Lichte früherer Publikationen.
Natürlich sind Landfrieds Ideen zur institutionellen Organisation von Subsidiarität ebenso wichtig wie ihr vehementes Plädoyer für eine Parlamentarisierung des europäischen Institutionensystems. Doch wird, wer das Individuum als Staatsbürger nur als Legitimationsstütze für ein höheres Ziel in Dienst nimmt, das Individuum als Bürger nicht finden. Zwischen dem Handeln eines Staatsbürgers und dem eines Bürgers liegt ein himmelweiter Unterschied – ein vergleichsweise so breiter, wie er sich zwischen Verfassungspatrioten und Menschen mit „Zivilcourage“ auftut. Letztere fehlt in den Extremsituationen des Alltags beständig. Problematisch ist nicht der Parlamentarismus an sich, sondern seine Verallgemeinerung.
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Überlegungen zu Christine Landfried: Unsouverän. Die EU fürchtet die Stimmen ihrer Bürger, in: DIE ZEIT Nr. 32 vom 02.08.2007, S. 8, im Lichte früherer Publikationen.
Die Kritik an Christine Landfrieds Position fällt aber nicht nur grundsätzlich aus, weil an ein fundamentales methodologisches Problem gerührt werden soll. Vielmehr wird damit dem Prinzip gefolgt, dass an den Besten auch die härteste Kritik geübt werden muss. Sie werden die nachhaltigsten Schlüsse zum eigenen und schließlich auch zum Wohle Aller daraus zu ziehen wissen. Neben Jan Zielonka und Georg Vobruba kann Christine Landfried sicherlich zu den kreativeren Köpfen der Europawissenschaft gezählt werden, die ausgetretene Pfade gängiger Governance-Theorien zumindest partiell verlässt. In ihrer Monographie Das politische Europa. Differenz als Potential der Europäischen Union (Baden-Baden, 2. Aufl. 2005) ist sie bemüht, die sich innerhalb der EU manifestierende strukturelle Differenz hinsichtlich Ideen und Interessen, Macht und Institutionen, Problemlagen und Wissen als Produktivkraft zu deuten:
„Die Politisierung der Europäischen Union müßte dazu genutzt werden, die Nationalstaaten für Differenz zu öffnen, damit die Bürger und die politischen Eliten auf andere und anderes zusteuern könnten.“ (Ebd., S. 39).
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Überlegungen zu Christine Landfried: Unsouverän. Die EU fürchtet die Stimmen ihrer Bürger, in: DIE ZEIT Nr. 32 vom 02.08., S. 8, im Lichte früherer Publikationen.
In Europa geht wieder einmal die Angst um. Vor einem geschichtsmächtigen Gespenst wie vor gut 150 Jahren? Nein, diesmal handelt es sich nur um eine Fiktion. Sie ist für einige hauptberufliche Europäer in Brüssel oder Straßburg wohl ebenso Furcht einflössend, wie sie sich hartnäckig in europäisch verschalteten Wissenschaftlerhirnen hält: die Rede ist vom europäischen Souverän, oder genauer gesagt: dem europäischen Wahlvolk. Es handelt sich dabei schon auf nationalstaatlicher Ebene lediglich um ein – allerdings staatsrechtlich unbestreitbar notwendiges – Legitimationskonstrukt, ein Abstraktum mythischer Anrufung. Jede essentialistische Vorstellung gerät dabei jedoch schnell zur Farce – oder glaubt tatsächlich jemand, dass 400 Meter vom Berliner Hauptbahnhof entfernt das Volk regiert? Damit aber nicht genug: die Fixierung auf diese Fiktion droht zunehmend politisch gefährlich, weil vergeblich zu werden.

Gedankenlose Werbung, Karikatur wider Willen, oder dreiste Publikumsverhöhnung? (Foto: privat)
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