
Ratstreffen Citizens of Europe, Berlin 03/2009
Durch meine Aktivitäten der letzten Jahre ist mir Citizens of Europe zur zweiten Heimat geworden. In und für dieses Netzwerk aktiv zu sein macht nicht nur Arbeit, sondern auch jede Menge Freude. Dafür sorgt nicht zuletzt das Zusammentreffen mit außergewöhnlichen, kreativen und engagierten Menschen, von denen ich im Gespräch und bei gemeinsamen Projekten viel lernen kann. Als Geschäftsführer des Vereins muss ich nun auch selber verstärkt Rede und Antwort stehen. Dabei wurde mir auch die alte Einsicht zuteil, dass es weitaus schwieriger ist, gute Antworten zu geben anstatt nur intelligente Fragen zu stellen. Daraus entstand das (englischsprachige) Interview von Alexandra Ivanova.

Was denkt ein Medienmacher über die oft als eher langweilig und unsexy verspottete europäische Politik? Wie sieht er die eigene Rolle im Politikbetrieb? Begehrt auch im erfahrenen Journalisten manchmal der unzufriedene Bürger auf? Und macht neben dem aufreibenden Alltag das Leben in Brüssel irgendwie doch Spaß? All das wollte ich von Rolf-Dieter Krause, Chefredakteur des ARD-Studios in Brüssel, wissen. Hier geht’s zum (englischen) Interview.

„Letzte Diktatur Europas”, „realsozialistisches Museum” oder gar „unbekannte Mitte Europas“? Die Zuschreibungen zu Belarus sind hierzulande weder besonders vielfältig, noch fallen sie übermäßig wohlwollend aus. Den wenigsten ist heute noch bewusst, dass jenes Land im Osten auch für die deutsche Geschichte nicht ganz unerheblich ist. So wurde in der am Fluss Bug gelegenen Stadt Brest 1918 der deutsch-russische Frieden geschlossen. Während des Zweiten Weltkrieges war das Gebiet dann jahrelang sowohl ein wichtiger Schauplatz der Kriegshandlungen als auch der Ermordung jüdischer Einwohner (mehr…)
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Entering the thirtiest year of my existence on earth I am happy to realize that these last two years have been the most interesting ones of my life so far. I travelled into more countries than I can count with the fingers on my hands; I had to learn how to take care of more than two activities at a time; I finally realized that “no action means no result”; and again and again I was blessed with the acquaintance of extraordinary people who challenge and inspire me.
Two of these persons, Noa Treister (Belgrade) and Pavel Turchaninov (Minsk), I met during my project OpenFora. These encounters alone prove to me that all the work, sorrows and dedication invested in the idea of a place where Europeans meet was worth it. Two things I have learned in particular: I can achieve much more when I take myself out of the front row and rely on the “wisedom of the group” (that’s for you, Frank). The other one is: I need to push on. If Noa and Pavel are able to give their very best to improve their fellows’ lives at the margins of Europe, there is no reason why I should not be able to do it at its very heart. Noa and Pavel, thank you so much for giving back meaning to my life.
If you would like to get to know to the community of commitment , check out the interviews with Noa and Pavel on point.e.
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OpenForum Prague: Values in Europe – Ideals and Realities, 19.-21. September 2008.
Das nunmehr fünfte OpenForum führte mich vergangenes Wochenende in die „Goldene Stadt an der Moldau“. Obwohl ich als Organisator eine Vielzahl Zeit und Kraft raubender Aufgaben zu übernehmen und zu kontrollieren hatte, blicke ich mit Befriedigung auch auf den spannenden inhaltlichen Teil der Veranstaltung zurück. So oft in den vergangenen Jahren auch über Werte und Identitäten in Europa gesprochen, geschrieben und gestritten worden sein mag: Es bleibt ein schwieriges Thema mit enormer sozialer Sprengwirkung. Dies gilt umso stärker in einer Zeit, in der Samuel Huntingtons Ideologem des „Kampfes der Kulturen“ trotz seiner vordergründigen methodischen Fehler und hintergründigen politischen Absichten in der Öffentlichkeit nur selten unkritisch gebraucht wird; in der in Deutschland „Antiislamisierungskongresse“ stattfinden; und in der verstärkte Überwachung scheinbar als das Allheilmittel für jede Art sozialer Probleme angesehen wird. Ob ich es wohl in meinem Leben noch einmal erleben darf, dass stinknormale Bürger Geheimdienstzentralen stürmen?
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How cultural projects can help to create an alternative life-world
Any kind of civic engagement – be it in democratic or non-democratic countries – primarily deals with questions and problems of political culture. Politics, and the role authorities play in it, dominates the picture in authoritarian systems, of course; nevertheless activists should never forget that it is (usually) society which develops a certain type of government. (mehr…)
The Irish referendum has thrown European Integration into yet another crisis. Is it a new one? I do not think so. The long lasting process of giving the European Union a constitutional basis has been flawed by a misconceptualized and obsolete idea of implemenation. Yet the current situation opens up a chance for citizens to appropriate our European reality by democratic means. Please do not let it slip away easily: see the resolution by Citizens of Europe.
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What is the “surplus” of the European Union for its citizens? How to make social and personal use of the incredible diversity that is to be found in Europe? What role shall politics play on the supranational level? Is it really a catastrophe to enter an era and area of post-political Europe? If you are interested in this train of thought, see my recent article on point-e.
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Kunst und Politik? „Ein weites Feld!“, ist der in der deutschen Literatur bewanderte Kommentator schnell geneigt festzustellen. Die beiden gehören nicht zueinander, stoßen dennoch immer wieder zusammen, benutzen oder behindern sich mitunter sogar. Also bleibt jeder lieber schön für sich, so wie es schon die Altvordern forderten, ganz besonders in Deutschland. Und doch bedienen sie sich zweier grundlegender menschlicher Eigenschaften: Kunstfertigkeit und Kreativität. Auf die gleiche Weise, wie jahrtausendelang über die Kunst des Liebens oder der Kriegsführung nachgedacht und geschrieben wurde, ist das Lebenswerk großer Politiker, gerade in seiner Widersprüchlichkeit, ohne eine gehörige Portion Mut zur Kreativität und Unkonventionalität nicht zu erklären. Wenn diese Annahme einer inneren Verbundenheit nicht gänzlich abwegig ist, kann die Spurensuche in den gesellschaftlichen Räumen ihres Zusammentreffens Interessantes zutage fördern.
Reisebericht Teil I finden Sie hier (English version).
Reisebericht Teil II in Liberal Heft 49 (2007), Heft 4, 67-70.
Bericht aus Budapest / English Version.
Bericht aus Krakau.
Bericht aus Bukarest / English Version.

Links: Vergangenes Europa? Mahnmal für die Opfer der sowjetischen Okkupation in Vilnius.
Rechts: Das zukünftige Europa! Zu Gast in einer Budapester Englischklasse.
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Überlegungen zu Christine Landfried: Unsouverän. Die EU fürchtet die Stimmen ihrer Bürger, in: DIE ZEIT Nr. 32 vom 02.08.2007, S. 8, im Lichte früherer Publikationen.
Natürlich sind Landfrieds Ideen zur institutionellen Organisation von Subsidiarität ebenso wichtig wie ihr vehementes Plädoyer für eine Parlamentarisierung des europäischen Institutionensystems. Doch wird, wer das Individuum als Staatsbürger nur als Legitimationsstütze für ein höheres Ziel in Dienst nimmt, das Individuum als Bürger nicht finden. Zwischen dem Handeln eines Staatsbürgers und dem eines Bürgers liegt ein himmelweiter Unterschied – ein vergleichsweise so breiter, wie er sich zwischen Verfassungspatrioten und Menschen mit „Zivilcourage“ auftut. Letztere fehlt in den Extremsituationen des Alltags beständig. Problematisch ist nicht der Parlamentarismus an sich, sondern seine Verallgemeinerung.
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