Leerlauf

Der Ort,
den Du nie besetzt,
bleibt leer.
Kocht auch Dein Blut,
Landsknecht,
stets wirst Du gehetzt.
Laut ist
die Leere,
leise kommt die
Flut.

Die Zeit,
sie macht vergessen,
die Müh
zu schaffen dich.
Hast Du
Dich überfressen
am Lob?
Im Kampf sein
hieß Kritik für
mich.

Die Wahl,
die du getroffen,
ist mir
ein grauslich Ding.
Ich bin
sehr wohl betroffen,
weil ich
mich frage,
ob ich glücklich
bin.

Das Sein,
es streckt die Waffen.
Die Gier,
sie macht uns blind.
Helfen
uns nicht die Pfaffen,
nur Gott,
sobald wir
angekommen
sind.

Written by Gert Röhrborn on 2. September 2010 | Archived in Poems | No comments

Author

Gert Röhrborn 

is me. I am interested in the slots in which and from which life presses. Applies creativity to master variety. Searches for co-authors in (re)writing the script for a social sculpture which develops with and through us. Check out the posts below for attempts in language sculptures that shall pave the way towards the sociocultural.

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Geschwisterliebe

Du bist.
Es ist
vielleicht
ein Glück,
dass ich
gedenke
deiner
Liebe.

Ich kann.
Und wann
wirst Du
ein Stück
mehr sein
die Herrin
Deiner
Triebe?

Das Kind.
Macht blind
die Angst,
dass bück
dich heißt
auf feuchte
Lippen
Hiebe?

Wir sind.
Zerrinnt
der Strom
die Brück’?
Ich heiß
Geschwister,
wenn ich
schiebe.

Wie Fisch.
Fass Dich.
Nun komm
und pflück’
die Frucht.
Das Leben
fließt durch
Siebe.

Es sei.
Vorbei,
doch stets
zurück.
Nicht nur
Gelegen-
heit macht
Diebe.

Written by Gert Röhrborn am 2. September 2010 | Archived in Poems | No comments

Projektion gleich Projektil

Was wollen die,
die in mir sehen,
was sie sich selber
niemals trauen würden?

Was sollen die,
die in sich gehen,
so ihre Kälber
brauchen neue Hürden? Read the whole article »

Written by Gert Röhrborn am 10. August 2010 | Archived in Poems | No comments

świat w porzadku

Już zjedliśmy jagody
i świat w porzadku.
Twój ogród jest spokojny
jak twoja twarz.
Kwitnacy uśmiech
jest oboju do twarzy.

Written by Gert Röhrborn am 26. Juli 2010 | Archived in Poems | No comments

Morgenandacht

Zeig mir die Seele,
die verhehle,
ihres Leuchtens
Grundton.

Auf dass ich frage,
wie sie plage
sich und Andre
grundlos.

Bin ich doch sicher
niemals frischer
als des Morgens
Grundsatz.

Sind wir uns einig,
dass alleinig
Feigheit ist die
Grundschuld?

Ich will es wagen,
Dir zu sagen:
Du, mein einzig
Grundgut!

Written by Gert Röhrborn am 26. Juli 2010 | Archived in Poems | No comments

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